
Büchel, 30. August 2008 Mehr als 2000 Atomwaffengegner demonstrierten am Samstag, dem 30. 8. 2008 friedlich gegen die auf dem Fliegerhorst stationierten Nuklearwaffen, die unter dem Kommando der NATO und somit des US-Präsidenten George W. Bush stehen und von Tornado Kampfjets der Bundesluftwaffe zu ihren Zielen gebracht werden sollen. Das Jagdbombergeschwader 33 trainiert dies regelmäßig, wovon sich die Campteilnehmer eine Woche lang aus nächster Nähe überzeugen konnten.
Eine von Gert Winkelmeier initiierte Ballonaktion sorgte bereits am Samstag, dem 23. 8. für Aufsehen. Vom Friedenscamp aus starteten knapp 500 Luftballons mit angehängter Postkarte, auf der Finder lesen konnten, dass die aufgefundene Karte von exakt dem Ort kommt, wo im "Verteidigungsfall" auch die angeblich letzten, nuklear bewaffneteten Jagdbomber starten werden, um ihr unfassbares Zerstörungspotential von jeweils 100 Hiroshimabomben in die Welt zu tragen und auf Befehl der NATO abgeworfen werden. Der Einsender der Karte, die den weitesten Weg zurückgelegt hat wird mit einem Preis belohnt.
Bereits ein Woche vor der Großkundgebung mit anschließender Teilumrundung des Fliegerhorstes durch die 2000 Friedensaktivisten bestand im Friedenscamp der Organisation "Bye-Bye-nuclear-weapons" unweit vom Stützpunkt die Gelegenheit, sich an Workshops und vielen weiteren Aktionen zu beteiligen.
Die Linke Rheinland Pfalz war im Camp mit einem eigenen Zelt vertreten, wo sich Interessierte über die Positionen der einzigen im Bundestag vertretenen Partei, die konsequent gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr steht und die fortschreitende Militarisierung ablehnt, informieren konnten.